News-Artikel

18.10.2018 Donnerstag  DLRG Weinheim hilft beim Granulatwechsel der Pelikane auf dem Waidsee

(KS) Diesmal hat der Granulatwechsel bei den Weinheimer Phosphateliminationsanlagen (kurz PELIKANE) drei bzw. 4 Tage gedauert. Es waren ca. 4,5 Tonnen Granulat aus den fünf schwarzen Ungetümen, die im hinteren Teil des Waidsees schon seit 16 Jahren schwimmen, zu entfernen und anschließend musste man sie natürlich auch wieder neu befüllen. Das eingesetzte Granulat wirkt als Phosphatfänger, denn an seiner Oberfläche lagert sich im Wasser gebundenes Phosphat ab, wenn es aus der Tiefe gefördert, darüber läuft und anschließend wieder in den See zurückentlassen wird.

Alle fünf Pelikane liegen auf dem Wasser und so musste man das Alt-Granulat an das Ufer transportieren und das Neue  zu den PELIKANEN wieder hin. Genau hier kam die DLRG Weinheim ins Spiel. Denn während das eine Team unter Dr. Stelling, ein Biologe und beauftragter Betreiber der Anlagen von Seiten der Stadt, das Granulat aufsaugte, kümmerten sich Max Daase und Jannis Augustin von der DLRG Weinheim um den Abtransport des Granulats von der Entnahmestelle bis zum Ufer des Strandbades und zurück. Hierbei wurde mit dem Arbeits- und Einsatzboot der Weinheimer Wasserretter, die „Woinem Oans“, das speziell zum Ziehen großer Lasten ausgelegt ist, riesig große Säcke bis ans Ufer gezogen, was sich als nicht ganz einfach herausstellte. Auch diese besonderen Fahrmanöver, die bei den DLRG Bootsführern üblicherweise nicht zum Einsatz kommen, wurden im Vorfeld von den zwei eingesetzten Helfern extra noch geübt, denn mehr als 18 Säcke mussten gekonnt bewegt werden, damit alles reibungslos klappen konnte und nichts mit dem Inhalt der Säcke passiert.

Im Anschluss wurden die Pelikane wieder mit Neu-Granulat befüllt und sind jetzt wieder für die nächsten drei Jahre voll betriebsbereit. Übrigens ist die Stadtverwaltung Weinheim voll des Lobes für ihre fünf fleißigen Arbeitsbienen, denn sie haben bereits mehr Phosphat aus dem Wasser des Waidsees gefischt, wie anfänglich gedacht. Hut ab!

Von: Kai Stauffert

zurück zur News-Übersicht